Fernseher, Router, Ladegeräte, Küchenmaschinen: In vielen Wohnungen reichen die vorhandenen Steckdosen längst nicht mehr. Die schnelle Lösung heißt dann oft Mehrfachstecker – doch dauerhaft ist das keine gute Idee.
Die Risiken von Mehrfachsteckern
- Überlastung: Eine normale Steckdose ist meist mit 16 Ampere abgesichert. Laufen Wasserkocher, Heizlüfter und Toaster gleichzeitig an einer Leiste, wird es schnell zu viel.
- Hintereinanderstecken: Mehrere Leisten in Reihe erhöhen den Übergangswiderstand – Stecker und Kontakte können heiß werden.
- Kabeltrommeln: Aufgerollte Kabel erwärmen sich unter Last. Immer vollständig abwickeln.
- Billigware: Achten Sie auf geprüfte Leisten mit VDE- oder GS-Zeichen.
Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten
- Stecker oder Leisten werden warm oder verfärben sich.
- Es riecht nach erhitztem Kunststoff.
- Die Sicherung löst aus, sobald mehrere Geräte laufen.
Neue Steckdosen: Was möglich ist
Ein Elektriker kann zusätzliche Steckdosen unter Putz setzen, vorhandene Dosen zu Doppel- oder Dreifachsteckdosen erweitern oder einen neuen Stromkreis anlegen – etwa für die Küche, das Homeoffice oder den Balkon.
- Küche: Große Geräte wie Geschirrspüler, Backofen und Kochfeld gehören auf eigene Stromkreise.
- Homeoffice: Steckdosen mit USB-Anschluss sparen Netzteile.
- Außenbereich: Außensteckdosen brauchen Spritzwasserschutz (mindestens IP44) und einen FI-Schutzschalter.
Gut zu wissen für Mieter
Arbeiten an der fest installierten Elektrik einer Mietwohnung brauchen die Zustimmung des Vermieters. Klären Sie das vorab – oft beteiligt sich der Vermieter sogar, wenn die Installation veraltet ist.
Für die Elektroinstallation in Berlin vermitteln wir Ihnen einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk, der prüft, was Ihre Leitungen hergeben, und neue Steckdosen fachgerecht setzt.



