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Elektro-Wissen

FI-Schalter: klein, aber wichtig

Was der Schutzschalter leistet und wann Fachleute helfen.

2 Min. Lesezeit

Geöffneter Sicherungskasten mit FI-Schutzschalter und Leitungsschutzschaltern in einer Wohnung

Der FI-Schutzschalter – Fachleute sagen auch RCD oder Fehlerstrom-Schutzschalter – ist einer der wichtigsten Lebensretter im Haus. Er erkennt, wenn Strom einen falschen Weg nimmt, und schaltet in Sekundenbruchteilen ab.

So funktioniert der FI-Schalter

Der Schalter vergleicht den Strom, der in einen Stromkreis hineinfließt, mit dem, der zurückkommt. Fließt ein Teil über einen anderen Weg ab – zum Beispiel über einen Menschen, der ein defektes Gerät berührt –, schaltet er ab. Für Wohnungen sind FI-Schalter mit 30 Milliampere Auslösestrom üblich; das schützt vor gefährlichen Stromschlägen.

Testen Sie ihn regelmäßig

Jeder FI-Schalter hat eine Prüftaste, meist mit „T“ beschriftet. Hersteller empfehlen, sie etwa alle sechs Monate zu drücken.

  • Taste drücken – der Schalter muss sofort auslösen und der Strom in den angeschlossenen Kreisen ausgehen.
  • Hebel wieder nach oben schieben.
  • Löst der Schalter beim Test nicht aus, ist er defekt und muss von einem Elektriker ersetzt werden.

Was tun, wenn der FI-Schalter auslöst?

  • Alle Geräte im betroffenen Bereich ausschalten oder ausstecken.
  • FI-Schalter wieder einschalten.
  • Geräte nacheinander wieder anschließen – löst er bei einem bestimmten Gerät aus, ist meist dieses defekt.
  • Löst er sofort wieder aus, obwohl nichts angeschlossen ist, liegt der Fehler in der Installation: Bitte nicht weiter probieren, sondern einen Elektriker rufen.

Typische Ursachen sind Feuchtigkeit in Außensteckdosen oder Kellerräumen, beschädigte Kabel, defekte Haushaltsgeräte oder Wasser nach einem Schaden.

Ältere Wohnungen ohne FI-Schalter

In vielen Berliner Altbauten fehlt der FI-Schutz noch ganz oder sichert nur einzelne Räume. Für neue oder geänderte Steckdosenstromkreise ist er heute vorgeschrieben. Eine Nachrüstung ist meist schnell erledigt und erhöht die Sicherheit deutlich – besonders in Bad, Küche und bei Außensteckdosen.

Gut zu wissen: der Brandschutzschalter

Ergänzend gibt es Brandschutzschalter (AFDD), die gefährliche Lichtbögen an beschädigten Leitungen erkennen. Sie sind vor allem in Schlafräumen, Kinderzimmern und Holzhäusern eine sinnvolle Ergänzung. Ein Elektriker berät Sie, ob sich die Nachrüstung lohnt.

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